philosophie

Der Begriff Yangsheng "Lebenspflege" erscheint erstmals im 3. Jhd. v. CHr. und beinhaltet in der Geschichte verschiedene Ausprägungen.
Heute bedeutet es das Leben zu nähren und zu pflegen. Mit körperlichen, geistigen und ethischen Praktiken und Verhaltensweisen werden eben diese den Menschen innewohnenden Kräfte, das Qi, gestärkt.
Diese Kräfte werden je nach kulturellem Kontext unterschiedliche benannt.
Im Yoga heißt die Lebensenergie Prana. Prana regelt selbstständig bewusst und intelligent alle Prozesse des Lebens in unserem Körper. Yoga unterstützt die Erhaltung des Prana, dafür bietet Yoga eine Synthese aus Körperübungen, bewusster Atmung, Energiearbeit, Konzentrations und Meditationsübungen, die den Menschen unterstützen sein volles Potential zu entfalten.
Auch die Lebenspflegetechniken der TCM umfassen verschiedene Praktiken:
- Atemübungen
- gymnastische Methoden
- Visualisierungs- und Kontemplationsmethoden
Meine Arbeit beinhaltet die Verbindung des Qigong aus der TCM mit den westlichen Kräftigungsübungen und Faszientechniken. Neben meiner langjährigen Yoga- und Meditationspraxis habe ich mich zunehmend mit den Bewegungsübungen des Qigong beschäftigt, weil viele Gesundheits- und Befindlichkeitsstörungen mit westlichen Bewegungsansätzen meist nur unzureichend zu beeinflussen sind.
Warum Qigong und Yoga?
Ich bin überzeugt, dass der integrative Ansatz aus beiden philosophioschen Richtungen der wirksame Weg ist. Dabei sind Yoga und Qigong kein Alternativsport, sondern eine sinnvolle Ergänzung zu Kraft- und Ausdauersport. Es geht mir vor allem auch um die Stärkung der Gesundheit und die Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichts und des Wohlbefindens.
Der Mensch wird als Ganzes betrachtet, eine Trennung von Körper und Geist ist im Qigong und auch im Yoga undenkbar.
Beide sind energetische Übungsformen, die vor allem auf dem Vorhandensein und Wirken der Lebensenergie Qi / Prana beruhen. Unterschiede zwischen beiden Ansätzen, dem Yoga und Qigong liegen in den Feinheiten der zugrundegelegten Körperbilder, wobei das medizinische Qigong sich auf die Vorstellung bezieht, das Qi ströme in gut tast- und messbare Leitbahnen.  Die Leitbahnen kann man durchgängiger werden lassen durch die sanft fließenden Bewegungsübungen. An Akupressurbereichen kann man den Fluss des  Qi durch Selbstmassagetechniken oder Tuina günstig beeinflussen. Darüber hinaus wird Qigong zum Großteil im Stehen geübt- ein guter Ausgleich zu viel sitzender Tätigkeit.
Im Yoga geht es vor allem um die Klärung und Beruhigung des Geistes, dadurch dass man einfache ruhige Kräftigungs- und Dehnungsübungen (Asanas) in Verbindung mit der Atemführung (Pranayama) und Energiearbeit (Bandha) nutzt. Prana- Lebensenergie entsteht aus der Verbindung dieser Übungen mit einer achtsamen Lebensführung, wie sie in der Yoga- Sutra des Patanjali, der Hatha Yoga Pradipika, beschrieben ist. Diese achtsame Lebensführung gibt "Leitlinien", mit deren Hilfe man im Getriebe des Alltags immer wieder in die eigene Mitte schwingen kann. Yoga wird vor Allem am Boden durchgeführt und stelllt dadurch auch einen guten Ausgleich dar, wenn man in einer Lebensphase ist, in der man viele gleichzeitige Anforderungen schultert. Es verbindet kraftvolle mit sanft dehnenden Übungselementen.

Susanne König

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